8. März: Frauen im Gefängnis

Die Mitbegründerin des Internationalen Frauentags, Clara Zetkin, war selbst mehrfach wegen ihrer politischen Aktivitäten inhaftiert. Ursprünglich wurde der Tag von sozialistischen Frauen als Streiktag für Wahlrecht und bessere Arbeitsbedingungen initiiert und 1910 in Europa eingeführt. Seit 1921 erinnert das Datum an die Streiks der Textilarbeiterinnen in Petrograd, die „Brot und Frieden“ forderten.

Frauen im Gefängnis bilden in Deutschland weiterhin die Minderheit der Inhaftierten und sind strukturell benachteiligt. Nur etwa 5–6 % der Gefangenen sind Frauen. Ihnen fehlt es oft an Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten sowie an Freizeitangeboten. Besonders schwierig ist die Situation von schwangeren Frauen und Müttern im Strafvollzug.

In Berlin-Lichtenberg befindet sich die zentrale Haftanstalt für Frauen im geschlossenen Vollzug mit insgesamt rund 100 Haftplätzen. Einmal pro Woche besucht eine Gruppe Freiwilliger des Vereins Freiabonnements für Gefangene e.V. die JVA Lichtenberg, um gemeinsam mit den inhaftierten Frauen zu kochen und dem Haftalltag etwas entgegenzusetzen.

Mehr Infos zum Projekt „Kochen hinter Gittern“.