40 Jahre Freiabos

Über uns

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Freiabonnements für Gefangene e.V. wurde im September 1985 gegründet und ist die einzige bundesweite Zeitungsvermittlung für Gefangene. Weitere Hilfsangebote sind:

  • Vermittlung von Büchern im Rahmen des Bücherfonds (Lehrmittel für Inhaftierte)
  • Vermittlung von gebrauchten Büchern für Haftbüchereien
  • Weihnachtsaktion für Gefangene: Vermittlung von Büchern im Rahmen der Aktion „Ein Buch als Weihnachtsgeschenk“, Paketersatzspenden und Sondergeldspenden (vor allem für Telefonkosten)

Die genannten Hilfsangebote werden finanziert durch Spenden, Zeitungsrabatte sowie kostenlose Zeitungsexemplare, Mitgliedsbeiträge, zweckgebundene Fördermittel und Bußgelder.

Seit Januar 2000 organisiert unser Verein in Zusammenarbeit mit dem Berliner Vollzugsbeirat den „Runden Tisch für ausländische Gefangene und Gefangene mit Migrationshintergrund“, der fünfmal jährlich stattfinden. Seit 2012 koordinieren wir das Projekt „Religiöse Betreuung für Muslimische und alevitische Inhaftierte im Berliner Vollzug“. Diese Arbeit wird finanziert über eine Zuwendung der Senatsverwaltung für Justiz, Vielfalt und Verbraucherschutz, Berlin.

Der Verein ist als mildtätig und gemeinnützig anerkannt und hat seinen Sitz in Berlin. In unserem Büro sind drei Mitarbeiter:innen tätig.

 

Unsere Ziele

Freiabonnements für Gefangene e.V. möchte die Informationsversorgung in Haftanstalten spürbar verbessern.

Die Welt vor den Gefängnistoren ist in ständiger Veränderung. Ohne eine Auseinandersetzung mit dem, was „draußen“ geschieht, verlieren Gefangene schnell den Anschluss.

Der Verein hat es sich deshalb seit 1985 zur Aufgabe gemacht, Inhaftierte durch ein umfangreiches kostenloses Leseangebot zu unterstützen. Darüber hinaus vermitteln wir Bücherspenden und organisieren eine Weihnachtsaktion für Gefangene.

Im Januar 2000 kam mit dem „Runden Tisch für ausländische Gefangene und Gefangene mit Migrationshintergrund“ ein weiterer Aufgabenbereich hinzu.

 

Grundrecht auf Information

„Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten.“

Der Artikel 5 im Grundgesetz besagt, dass jede Person ungehindert Zugang zu Informationsquellen haben darf. 

In deutschen Gefängnissen ist der Zugang zu aktuellen Informationen oft eingeschränkt. Tageszeitungen gehören nicht zur Grundausstattung, und wer informiert bleiben will, muss selbst zahlen – ein Luxus, den sich viele Inhaftierte nicht leisten können. Das Internet, die wichtigste Informationsquelle unserer Zeit, ist hinter Gittern komplett tabu.

Für uns als Freiabonnements für Gefangene e.V. ist das Recht auf Information deshalb keine Floskel, sondern der Kern unserer Arbeit. Wir setzen uns dafür ein, dass auch Menschen in Haft erfahren, was draußen passiert – durch den Zugang zu Zeitungen, Zeitschriften und unabhängiger Berichterstattung.

Verdienstorden des Landes Berlin an Sybill Knobloch

2019 erhielt Sybill Knobloch, seit 1992 Geschäftsführerin von Freiabonnements für Gefangene e.V., den Verdienstorden des Landes Berlin.

Ehrenpreis pro reo

2008 zeichnete die Arbeitsgemeinschaft Strafrecht des DeutschenAnwaltVereins (DAV) Freiabonnements für Gefangene e. V. mit dem Ehrenpreis „pro reo“ ausgezeichnet.

Foto: pexels