Lesen in Haft 2006

Kurzfassung der Umfrageergebnisse von 2006

Bedingt durch die hohe Arbeitslosenquote von ca. 50% und die geringe Zahl der Gefangenen, die sich in Bildungsmaßnahmen befinden, macht der Freizeitbereich in den Haftanstalten einen großen Teil des Haftalltags aus.

Trotz aller Anstrengungen der Anstalten ist die Auswahl an Freizeitbeschäftigungen im Vergleich zur Lebenssituation „draußen“ deutlich geringer.

Bereits die Umfrage 2006 zeigte, dass Lesen in Haft an Bedeutung gewinnt: 44,5 % der befragten Gefangenen gaben an, in Haft intensiver und konzentrierter zu lesen als zuvor. Zeitungen: In 19,5 % der befragten Anstalten lesen mehr als die Hälfte der Gefangenen täglich Zeitung.

Von den 216 befragten Haftstandorten in Deutschland haben 196 ein kostenloses Zeitungsangebot. 72 dieses Anstalten gaben an, dass sich bei Ihnen durchschnittlich 5-10 Gefangene ein Zeitungsexemplar teilen.

In 46 Anstalten nutzen sogar mehr als 10 Gefangene eine Zeitung. Nahezu alle Haftanstalten gaben an, dass sie über eine oder mehrere Haftbüchereien verfügen.

In den meisten Bundesländern dominierte jedoch der Anteil der Gefangenenbüchereien mit einem Buchbestand von unter 3000 Exemplaren.

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